E61 Brühgruppe oder doch eine "gesättigte" Brühgruppe?

Was für eine Espressomaschine hängt ganz von Ihren Bedürfnissen und Interessen ab. Jedenfalls kann nicht gesagt werden, dass eine der zwei Brühgruppen besser ist als die andere.
Beide Brühgruppen und damit die Espressomaschinen haben Vor- und Nachteile:

Espressomaschinen mit der sog. E61 Brühgruppen machen einfach cremigen Espresso wie in Italien an der Bar. Die E61 Brühgruppe ist leicht handzuhaben und zu reinigen (!). Das Duschsieb mit der Dichtung kann hier mit wenigen Handgriffen entfernt werden, was auch mehrmals in der Woche gemacht werden sollte. Andererseits ist die exakte Temperierung des Brühwassers mit der E61 auch bei Dual Boiler Maschinen schwer bis gar nicht möglich. Oft wird Anderes versprochen, jedoch bedingt der lange Leitungsweg des Wassers aus dem Brühwasserkessel (dort befindet sich die PID Temperatursonde) und die große träge Masse der Brühgruppe, dass die Wassertemperatur im Siebträger meist ein Zufallsprodukt bleibt. Zum "Temperatursurfen" ist die E61 ungeeignet. Ein Nachteil für eilige ist auch die vergleichsweise lange Aufheizzeit von mindestens 15 Minuten, manchmal sogar deutlich mehr. Ein Vorteil ist jedoch "retro" Optik: eine Espressomaschine mit E61 Brühgruppe ist immer ein Blickfang.

Die sog. gesättigte Brühgruppe wurde entwickelt um die Wassertemperatur und damit den Geschack beim Kaffee brühen exakt unter Kontrolle halten zu können. Bei den gesättigten Gruppen ist die Brühgruppe und der Brühwasserkessel in einer Einheit verbaut. Das Wasser hat einen Weg vom Kessel zum Siebträger von nur wenigen cm und die geringe Masse der Brühgruppe ermöglicht die schnelle und exakte Änderung der Temperatur. Also Alle die gerne experimentieren und die feinen Geschmacksunterschiede bzw. Aromen genießen wollen, werden nur mit diese Brühgruppe glücklich. Noch ein weiterer Vorteil ist die kurze Aufheizzeit von 5 bis max 10 Minuten. "Kurz mal einen Espresso geniessen" ist mit dieser Brühgruppe möglich. Die Technologieführer unter den professionellen Espressomaschinen (wie La Marzocco,Slayer, Nuova Simonelli etc.) setzten seit langem ausschliesslich auf diese Technologie.


Schmecken Sie die Unterschiede der verschiedenen Espressomaschinen und Brühgruppen bei uns!

Wir empfehlen den Espresso aus den verschiedenen Espressomaschinen zu kosten und dann erst zu Entscheiden, welche Maschine zu Ihnen nach Hause, oder ins Büro kommt. Der Espresso schmeckt aus jeder Maschine anders (!). Der größte Geschmacksunterscheid besteht zwischen Maschinen mit E61 und gesättigter Brühgruppe (hier merkt auch der Einsteiger deutlich bereits geringe Differenzen in der Brühwassertemperatur).

Espressomaschinen mit ausgereifter gesättigter Brühgruppe gibt es vom Hersteller Lelit bereits zu günstigen Preisen.


Was bringt eine PID Steuerung?

Oft wird die Frage gestellt, was eine PID Steuerung bei Espressomaschinen bringt.

Bei herkömmlichen Zweikreis-Wärmetauscher Espressomaschinen wird der Kesseldruck und damit die Kesseltemperatur mittels eines sog. Pressostaten geregelt. Diese Methode ist günstig und robust und damit am meisten verbreitet. Bei Dual Boiler Espressomaschinen kann die Temperatur des Brühwasserkessels nicht über einen Pressostaten geregelt werden. Die Wassertemperatur hat ja unter 100 Grad C, somit gibt es auch keinen Dampfdruck. Hier kommt die PID Steuerung zur Anwendung, wodurch die Kesseltemperatur elektronisch gradgenau geregelt wird.

Ein verbreiteter Irrtum besteht in der Annahme, dass bei Wärmetauscher Espressomaschinen mittels PID die Brühwassertemperatur exakt geregelt werden kann, was jedoch vom Prinzip her unmöglich ist. Ganz klar muss gesagt werden, dass eine PID Steuerung NUR bei Dual Boiler Maschinen und Einkreis-Espressomaschinen sinnvoll ist!

Kaffee - Eine Erfolgsgeschichte

Bei der Entdeckung des Kaffees im Jemen ließen ein paar Hirten ihre Ziegen grasen. Eines Tages waren die Tiere nicht mehr zu bremsen. Sie gaben auch nachts keine Ruhe, denn sie hatten die Beeren von Kaffeesträuchern gegessen. Im nahe gelegenen Kloster fertigte man einen Aufguss aus den Beeren an. Der Trunk versetzte auch die Mönche und Hirten in einen schlaflosen Zustand.


Wie der Kaffee nach Europa kam

Das Ursprungsland ist Abbesinien, das äthiopische Hochland (ca. 9. Jahrhundert). Die Wiege stand in den Bergwäldern der Provinz Kaffa. Die erste Kultivierung, sprich Kaffeeplantage, gab es im heutigen Jemen, 1517 hatte der Kaffee es bis Istanbul geschafft. Ehemänner waren dort verpflichtet ihre Frauen mit Kaffee zu versorgen. Taten sie es nicht, galt dies als Scheidungsgrund.

In Europa wurde Kaffee erstmals Ende des 16. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Heute konsumieren wir in Deutschland pro Jahr und Kopf rund 150 Liter Kaffee. Doch auch hier gilt Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Um das festzustellen, muss man heute weder Gourmet noch Barista sein, sondern schlicht und einfach: Genießer!

Für die einen ist Kaffee Kultur, für andere ist er Kult. Ob klassisch, italienisch, amerikanisch trendy oder exotisch – die meisten Menschen haben und pflegen ihr eigenes ‚Kaffee-Ich’. Selbst jene, die in ‚der Bohne’ nur den Energiespender sehen, die nicht aktiv nach Kaffee-Erlebnis suchen, erkennen guten Kaffee, wenn man ihnen einen solchen serviert!

Unsere Partner


ALT WIEN KAFFEE
HAUCK TAMPER
beansandmachinesl
die Röster